Es darf gelacht werden
Humor ist gesund – auch für die Beziehung.

Manuela lebt seit mehr als fünf Jahren mit Remo zusammen, in drei Monaten wird sie ihn heiraten. Auf die Frage, warum sie sich in der langjährigen Partnerschaft mit ihm so wohl fühlt, sagt sie ohne nachzudenken: „Mit keinem anderen Mann kann ich so viel Lachen wie mit ihm“. Humor tut der Liebe gut. Er verbindet und durch ihn entsteht Nähe. Zudem nimmt er Auseinandersetzungen die Schärfe – scheint wie ein Sonnenstrahl durch ein heftiges Gewitter. Humor gilt auch als eines der wichtigsten Handwerkszeuge im partnerschaftlichen Krisenmanagement. Zwar löst er keine ernsthaften Probleme, aber er hilft den Blick für die wirklich wichtigen Dinge in einer Partnerschaft nicht zu verlieren. Die Basis für Humor bildet die Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können. Dadurch kann man locker bleiben, etwa dann, wenn die eigenen Schwächen ans Tageslicht kommen – und dass geschieht im Beziehungsalltag zwangsläufig. Gelingt es in einer solchen Situation noch eine witzige Bemerkung zu machen, breitet sich Heiterkeit aus. Aber das allerbeste am Humor ist, er kann trainiert werden. Hier einige Tipps, wie man dies zu zweit tun kann.

► Registrieren Sie zwei Wochen bewusst, worüber Sie beide lachen können. Das schärft den Blick fürs Komische und ist der erste Schritt, die Dinge nicht so ernst zu nehmen.
► Lächeln Sie Ihre Partnerin, Ihren Partner täglich mindestens zehnmal an.
► Schicken Sie Ihrer Partnerin, Ihrem Partner öfters eine witzige Postkarte.
► Machen Sie gemeinsam „Blödsinn“: Singen Sie Duette in der Badewanne, gehen Sie im Regen barfuss spazieren, schauen Sie sich gemeinsam eine Comedy-Sendung an und füttern sich dabei.
► Es ist Sonntagmorgen, Sie liegen beide im Bett. Beginnen Sie gemeinsam mit einem leisen Gekichere (tun Sie als ob, wenn es nicht spontan kommt) , das immer lauter wird und schliesslich in ein schallendes Lachen übergeht.
► Sie oder er kommt zu spät zur gemeinsamen Verabredung. Auch wenn es Ihnen nicht danach ist, lachen Sie. Das ist der sechste Schritt, die Dinge nicht so ernst zu nehmen.